Blattläuse in Baumschulkulturen: Auch im Herbst weiter aufmerksam bleiben
Mit abnehmendem Pflanzenwachstum gerät der Blattlausbefall in Baumschulkulturen schnell aus dem Fokus. Doch gerade warme Herbstwochen bis weit in den Oktober hinein können die Entwicklung verschiedener Blattlausarten weiterhin begünstigen. Der Befallsdruck ist deshalb keineswegs vorbei.
Betroffen sein können zahlreiche Baumschulgehölze – je nach Kultur treten dabei ganz unterschiedliche, teilweise sehr wirtsspezifische Blattlausarten auf. Ein typisches Beispiel ist die Buchenblattlaus (Phyllaphis fagi). Sie kann bis in den Oktober hinein aktiv sein. Charakteristisch sind die weisslichen Wachsausscheidungen, Honigtau sowie die Besiedlung der Blattunterseiten und das Zusammenrollen der Blätter. Dadurch ist die Bekämpfung mit reinen Kontaktpräparaten wenig sinnvoll
Im Herbst besonders wichtig: die Wintereiablage!
Mit der Ausbildung der geschlechtlichen Generation beginnt bei vielen Blattlausarten die Eiablage an Knospen, Trieben oder in geschützten Rindenbereichen. Diese Wintereier überdauern die kalte Jahreszeit und bilden im Frühjahr unmittelbar zum Austrieb die Grundlage für einen frühen Neubefall.
Kontrolle und Bekämpfung:
Bestände regelmässig kontrollieren und vorhandene Populationen nicht unbeachtet in die Überwinterung gehen lassen.
Zur Bekämpfung von Blattläusen können in Baumschulkulturen und Sträuchern im Freiland folgende Produkte eingesetzt werden: Piretro Maag® und Oryx® Pro.