Pflanzenschutzeinsatz im Sommer – Auf das richtige Timing kommt es an
Die Sommermonate stellen besondere Anforderungen an den Pflanzenschutzeinsatz in unseren Kulturen. Hohe Temperaturen, intensive Sonneneinstrahlung und Wind sind Faktoren, die den Erfolg einer Applikation erheblich beeinträchtigen können. Sie fördern die Verdunstung der Spritzbrühe, erhöhen das Risiko von Phytotoxizität und begünstigen die unerwünschte Abdrift von Wirkstoffen.
Der optimale Applikationszeitpunkt, an sonnigen, warmen Tagen, liegt in den frühen Morgenstunden oder den späten Abendstunden. Zu diesen Tageszeiten sind Temperatur und Lichteinstrahlung deutlich geringer, was eine gleichmässige Benetzung und sichere Wirkstoffaufnahme begünstigt. Entscheidend ist dabei, dass sich der Pflanzenbestand ausreichend abgekühlt hat.
Besonders bei systemisch wirkenden Pflanzenschutzmitteln gilt: Nach der Applikation muss ein ausreichender Zeitraum für eine sichere Aufnahme des Produktes durch die Pflanze gewährleistet sein.
Wer diese einfachen Regeln beachtet, schützt nicht nur die Pflanzen, sondern sichert auch den vollen Wirkungserfolg seiner Massnahmen.