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Gewächshausklima - Taupunktunterschreitung - Botrytis-Infektionen: ein Tutorial

  • Die Entwicklung von Botrytis cinerea wird stark vom Gewächshausklima beeinflusst.
  • Sinkt die Temperatur der Blattoberfläche unter dem Taupunkt, kondensiert auf der Lauboberfläche Wasser aus der Luft.
  • Dies geschieht aktuell bei hohen Tag-Nacht-Temperaturunterschieden. Starke Sonneneinstrahlung im Frühjahr, wodurch die Gewächshaustemperatur schnell auf >20°C ansteigt. Abkühlende Nächte, hier sinken die Temperaturen oft auf unter 15°C ab.
  • Hier ein Beispiel: 

    Tagestemperatur 20°C bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70%. Einsetzender Taupunkt bei 14,40°C.

  • Kondensfeuchte im Pflanzenbestand erhöht das Risiko von Botrytis und anderen Pilzinfektionen!

Wichtige Tipps zum Umgang mit kritischen Luftfeuchtewerten

  • Bewässerungsmanagement auf schnelles Abtrocknen anpassen.
  • Ausreichende Luftbewegung im Bestand, Ventilatoreinsatz.
  • Kontrolle mit Messfühlern, und richtige Steuerung durch den Klimacomputer.

Tipp: Die 2-Grad-Taupunktregelhäufig als 2°-Strategie in Klimacomputern hinterlegt, senkt die Temperaturen im Gewächshaus maximal 2°C über den errechneten Taupunkt ab. Somit wird die Bildung von Kondenswasser verhindert.

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