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Wenn Knospen am Rhododendron braun werden

Schaderreger
01.10.2020

Das Knospensterben (Seifertia azaleae, syn. Pycnostysanus azaleae, Briosia azaleae)
entsteht durch einen Pilz.

Am auffälligsten ist der Schaden, wenn die befallenen Blütenknospen mit den stachelartigen
schwarzen Sporenlagern des Pilzes dicht besetzt sind. Der Pilz ist aber auch in der Lage,
Blattknospen zu infizieren und sogar bis in den Zweig vorzudringen. Es empfiehlt sich darum,
die Pflanzen genau zu kontrollieren und die erkrankten Triebe bis ins gesunde Holz
wegzuschneiden und der Kehrichtabfuhr mitzugeben.

Um solche Schäden künftig zu vermeiden, sollte man nach der Blüte bis zum vollständigen
Triebabschlussim Herbst alle 3–4 Wochen mit Cuprofix® Fluid 0,4 % oder Play® 0,1 % behandeln.
(Cuprofix Fluid nicht gegen Mauerwerk spritzen, Verschmutzungsgefahr!)

 

Übertragen und verbreitet wird dieser Pilz vermutlich durch die Rhododendronzikaden
(Graphocephala fennahi). Die Zikaden selbst verursachen zwar keinen direkten Schaden,
jedoch werdenbei der im Herbst stattfindenden Eiablage unter die Knospenschuppen von
Rhododendren kleine Verletzungen verursacht, in die der Schadpilz des Knospensterbens
eindringen kann. Infizierte Knospen entwickeln sich nicht weiter und sterben im nachfolgenden
Frühjahr ab. Möglicherweise kann eine Infektion der Knospen aber auch ohne Mitwirkung
dieser Zikaden stattfinden. Vor allem Pflanzen auf ungünstigen Standorten (Staunässe,
dichter Stand) sind stärker gefährdet.

Bei starkem Auftreten von Rhododendronzikaden wäre möglicherweise auch eine Bekämpfung dieser
eventuellen „Überträger“ sinnvoll. Eingesetzt werden kann hierzu beispielsweise Neem Maag (0,3 %).

Bei der Behandlung ist darauf zu achten, dass vor allem die Blattunterseiten gut benetzt werden,
da sich die Tiere hier bevorzugt aufhalten.

 

Zum Produkteblatt Cuprofix Fluid, Play und Neem Maag