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Behandlungstechniken und Dosiertabellen

Die richtige Dosierung, die korrekte Berechnung und die optimale Anwendung sind das A und O im täglichen professionellen Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln. Ein umsichtiger Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist effizienter und auch umweltfreundlicher.

Giessbehandlungen nur auf feuchte Erde und nur bei Pflanzen mit guter Durchwurzelung (Ausnahme: Previcur® Energy). Brüheverbrauch der Topfgrösse anpassen, d. h. 100 ml je 11er-Topf oder 5 bis 10 l pro m2. Behaarte Pflanzen sind nach der Behandlung mit klarem Wasser abzubrausen.

Allgemein: Spritzgeräte erzeugen eine Tropfengrösse von etwa 0,15 mm. Mit niedrigem Druck spritzen. Bei Behandlung auf Distanz ist ein höherer Druck angezeigt.

Gewächshaus: Topfpflanzen mit 0,8- bis 1-mm-Düsen und 7 bis 11 bar (6 bis 10 atü) spritzen. Beste Behandlungszeiten sind die Vormittagsstunden. Die steigende Erwärmung der Luft bewirkt ein rasches Abtrocknen der Spritzbrühe und verhindert Verätzungen sowie Berostungen. Die Pflanzenteile müssen allseitig gründlich benetzt werden. Für die kurative Bekämpfung von Weichhautmilben (z. B. an Saintpaulia) sowie Frankliniella-Thrips 0,6–1,0 l/m2 spritzen.

Freiland: Nicht bei Wind oder grosser Hitze spritzen. Behandlung am Abend nur bei warmer Witterung ausführen, damit die Spritzbrühe noch antrocknet. Behandlungen gegen Schnecken und Erdraupen abends durchführen.

Die Brühemenge wird weitgehend unabhängig von der Produktmenge festgelegt und durch Auslitern des Pflanzenschutzgeräts ermittelt oder ist durch den Zweck der Behandlung teilweise vorgegeben. Bis zum nächsten Auslitern kann die tatsächlich benötigte Spritzbrühemenge zusätzlich nach jeder Spritzung durch Nachberechnen der tatsächlich verbrauchten Spritzbrühe und der daraus resultierenden Produktmenge pro Fläche kontrolliert werden. Das gelegentliche Überprüfen des tatsächlichen Spritzbrüheverbrauchs sichert eine homogene, gleichbleibende und korrekt dosierte Behandlung der Kulturen und macht so Spritzungen zu verschiedenen Terminen mit identischen Einstellungen zur späteren Überprüfung erst richtig vergleichbar. Zusätzlich können Spritzbrühereste auf ein Minimum reduziert werden.

1. Fahrbares oder tragbares Spritz- oder Sprühgerät mit Motorpumpe oder handbetriebenes Gerät auf waagrechte Fläche aufstellen, teilweise mit Wasser füllen und in Betrieb nehmen, bis alle Spritzeteile voll betriebsbereit sind. So ist das gesamte System (Tank, Pumpe, Leitungen, Düsen) mit Wasser besetzt und das Spritzgerät bringt beim Auslitern sofort Leistung. Wird mit mehreren Düsen gleichzeitig gespritzt, sollten diese vorab auf genau gleichen Spritzbrühedurchsatz eingestellt sein (gleicher Düsentyp, gleicher Druck etc.).

2. Das Spritzgerät mit einer definierten Wassermenge auffüllen.

3. Messstrecke festlegen und diese mit eingeschalteter Spritze bzw. Sprühgerät befahren oder gleichmässig abgehen. Hierbei ist es wichtig, dass Motordrehzahl, Fahr- oder Gehgeschwindigkeit, Druck, Düsenart und Düsenanzahl den späteren Pflanzenschutzbehandlungen entsprechen. Bei handbetriebenen, getragenen Geräten ist auf sehr gleichmässiges, genaues Arbeiten zu achten.

4. Zur Füllstation zurückfahren und Fehlmenge durch Auffüllen mit skaliertem Eimer und Messbecher ausgleichen, so dass der vorhergehende Füllstand erreicht wird. Wassermenge zum Auffüllen notieren.

5. Benötigte Brühemenge je Are oder ha berechnen und für zukünftige Spritzungen notieren.

6. Gegebenenfalls diese Vorgehensweise mit anderen Einstellungen wie Fahrgeschwindigkeit, Spritzdruck, Düsentypen und Anzahl Düsen wiederholen, um eine andere gewünschte Brühemenge zu erreichen.

Blattreichere und höher gewachsene Kulturen benötigen eine grössere Brühemenge, wenn z.B. tropfnass gespritzt werden soll. Als grober Anhaltspunkt für Zierpflanzenkulturen kann bei Spritzung die benötigte Brühemenge bis zu einer Bestandeshöhe von 50 cm 6 l, 50–125 cm 9 l und über 125 cm 12 l pro Are gelten. Für Sprühgeräte kann die Wassermenge reduziert werden und liegt gewöhnlich bei 120 bis 200 l/ha (1,2– 2 l/Are), die Mittelmenge bleibt aber gleich. Noch stärker reduziert wird die Brühemenge beim Nebelverfahren. Auf jeden Fall müssen die Angaben der Gerätehersteller beachtet werden. Das Auslitern kann auch ein paar Stunden zuvor direkt in der zu behandelnden Kultur durchgeführt werden, damit diese bis zur eigentlichen Behandlung wieder trocken ist.

Berechnung der Produktmenge bei Dosierungen in Prozent

Produktmenge für gewünschte Spritzbrühemenge (g oder ml für gewünschte l Spritzbrühe) = Dosierung in Prozent x 100 / 1000 (g oder ml pro kg oder l) x gewünschte Menge Spritzbrühe (l)

Die gebräuchlichsten Produktemengen können aus der Abmessungstabelle für Spritzbrühen abgelesen werden.

Berechnung der Produktmenge bei Dosierungsangaben pro Fläche

Bei Flächenbehandlungen entfallen Prozentberechnungen, da alleine die Präparatemenge pro ha oder Are massgebend ist.

 

Dosierungsumrechnung

Dosierung = Dosierung (kg oder l pro ha) / 100 (Are pro ha) × 1000 (g oder ml pro kg oder l) 

Produktmengenberechnung für ganze Kulturfläche

Produktmenge = Dosierung (kg oder l pro ha oder Are) × Kulturfläche (ha oder Are)

Brühemengenberechnung für Kulturfläche

Brühemenge (l) = durch Auslitern ermittelte Brühemenge (l pro ha) / 100 (Are pro ha) × zu behandelnde Kulturfläche (Are)

Brühemenge (l) = durch Auslitern ermittelte Brühemenge (l pro Are) × zu behandelnde Kulturfläche (Are)

Allgemein: Sprühgeräte erzeugen eine Tropfengrösse von 0,05 bis 0,15 mm. Sie eignen sich bei Windstille besonders, wenn wenig Pflanzenschutzbrühe transportiert werden soll und für hochgewachsene Kulturen, weil der zusätzlich erzeugte Luftstrom die abdriftgefährdeten Tröpfchen gut transportiert.

Nebelgeräte, die eine Tropfengrösse von 0,005 bis 0,05 mm erzeugen, eignen sich vorzüglich zur Behandlung von Gewächshauskulturen. Diese Methode ist arbeitssparend, gründlich und bei richtiger Handhabung der Geräte pflanzenverträglicher.

Hinweis: Die Prüfung der in der Tabelle «Zum Vernebeln geeignete Präparate» rechts aufgeführten Präparate beschränkte sich auf die mechanisch-physikalische Ausbringung und die biologische Wirksamkeit, nicht aber auf eventuelle Schädigungen an Pflanzen und Kultureinrichtungen. Für die Produktewahl bitte die Empfehlungen der entsprechenden Kulturpflanze beachten.

 

 

    Die idealen Applikations- und Behandlungstechniken

    Die Wahl der richtigen Applikationstechnik ist entscheidend, damit die Pflanzenschutzmittelbehandlungen zum entsprechenden Erfolg führen. Optimale Rahmenbedingungen, die genaue Aufwandmenge und die richtigen Zusätze spielen eine wichtige Rolle.

    Damit die Behandlung mit einem Pflanzenschutzmittel zum Erfolg führt, spielen nicht nur Produktwahl, Dosierung und Spritztechnik eine Rolle. Auch die Bedingungen während der Behandlung müssen berücksichtigt werden.

    • Die Pflanzenzellen sollten bei Behandlungen mit Feuchtigkeit gesättigt sein, da Spritzbrühen den Zellen osmotisch Wasser entziehen können. Niemals gestresste Pflanzenbestände behandeln.
    • Wind beachten, keine Applikation bei über 5 m/s (18 km/h). Die Gefahr von Abdrift ist zu gross.
    • Schädlinge dann behandeln, wenn diese aktiv sind (Thrips).
    • Wirkungsweise des ausgewählten Produktes berücksichtigen (systemisch, kontaktaktiv, präventiv, kurativ, belagsbildend).
    • Kein Tau, bei zu nassen Pflanzen läuft die Brühe ab.
    • Nach der Behandlung sollte einige Stunden kein Regen fallen und nicht gewässert werden, damit die Spritzbrühe antrocknen, bzw. eindringen kann.
    • Spritzbrühen dringen nach längeren Schlechtwetterperioden, bei hoher Luftfeuchtigkeit und im Winterhalbjahr besser ins Blatt ein, da die Cuticula dann dünner, weicher und durchlässiger ist. Die Wirkung einer Behandlung ist daher meist besser, das Risiko von Schäden aber höher.
    • Die relative Luftfeuchtigkeit beachten: ein 140-μm-Tropfen verkleinert sich bei 25°C und 45 % LF nach 2 m Luftweg auf 80 μm. Ideal ist eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 80 %.
    • Bei allzu heissen, trockenen oder aber auch zu kalten Bedingungen sind Minderwirkungen oder sogar Schäden an den Kulturpflanzen möglich.

    Die optimale Brühemenge hängt von der zu behandelnden Zielfläche, dem verwendeten Applikationsgerät und dem Zielorganismus ab. Sie variiert zwischen 300 und 2000 l/ha bei den üblichen Spritzgeräten. Bei niederen, knapp bodendeckenden Kulturen beispielsweise, beträgt die Aufwandmenge bei üblichen Spritzgeräten und Düsen, für in Knospen und Blüten lebende Schädlinge (Thrips und Weichhautmilben), rund 15 l/100 m2; die Brühe sollte in die Knospen hineinfliessen können.

    Pilzkrankheiten und Schädlinge auf Blättern und Trieben sind auch mit systemischen Produkten mit circa 10 l/100 m2 allseitig zu benetzen. Blattunterseitig lebende Schädlinge wie Spinnmilben und Weisse Fliegen sind dort von der Spritzbrühe zu treffen. Bodenherbizide sollten mit 10 l, Blattherbizide mit 8 l/100 m2 ausgebracht werden. Nur etwa 5 l/100 m2 benötigen wir für das Applizieren von Wachstumsregulatoren und für die Bekämpfung von Blütenbotrytis. Die Pflanzen werden nur von oben betaut. Bei Kulturen mit mehr Blattmasse ist die Aufwandmenge entsprechend zu erhöhen.

    Formulierungshilfsmittel werden beim Formulieren der Wirkstoffe zugesetzt. Sie haben die Aufgabe, die Homogenität und Stabilität der Formulierungen und Spritzbrühen zu gewährleisten (Lösungsmittel, Emulgatoren, Dispergatoren usw.) sowie die biologische Aktivität der Präparate zu steigern.

    Spritzbrühe-Zusätze (Netzmittel, Flüssigdünger oder Öle) werden bei der Vorbereitung der Brühe dazugegeben, mit dem Ziel, die Eigenschaften der Produkte zu verbessern.

    Netzmittel und Öle verringern die Oberflächenspannung der Wassertröpfchen und erhöhen die Retention.

    Sie bewirken:

    • Dass die Kontaktfläche der Tröpfchen mit der Zieloberfläche, wie Blätter oder Schadorganismen, vergrössert wird.
    • Dass sich die Brühe flächig ausbreitet und damit weniger Flecken entstehen.
    • Dass die Brühe weniger abtropft oder weggeblasen wird (Getreide, Raps, Kohlarten, Lauch, Erbsen, Unkräuter wie Gänsefuss, Vogelknöterich, Gräser usw.).

    Ein hohes Retentionsvolumen wird auch dann erreicht, wenn die Blätter möglichst waagerecht stehen oder wenn die Blattoberflächen stark behaart oder rau sind, eine Aderung aufweisen oder über eine wenig ausgeprägte Wachsschicht und keine kristallinen Wachsauflagerungen verfügen.

    Vor allem bei systemischen Präparaten ist die Cuticula das Haupthindernis für das Eindringen der Wirkstoffe in die Pflanzen. Nach der Applikation verdunsten Wasser und Lösungsmittel aus den Tröpfchen. Zusätze (Netzmittel, Öl) bleiben auf der Oberfläche zurück und behalten den Wirkstoff im gelösten Zustand. Die üblichen Netzmittel üben eine Wirkung auf den Cuticulawachs aus und fördern somit das Eindringen der Wirkstoffe. Auch Öle können die Wachsschicht der Cuticula durchweichen und somit das Eindringen von Wirkstoffen fördern. Andere Netzmittel sind sehr hygroskopisch und können grössere Mengen Wasser zurückhalten. Dadurch hydralisieren sie die Cuticula, welche dann schwillt und wasserlösliche Wirkstoffe wie Glyphosat bei Touchdown System4® eindringen lässt.

    Vorwiegend flüssige Produkte enthalten bereits einen ausgewogenen Mix an Zusatzstoffen, die meist weitere Aktivatoren und Netzmittel überflüssig machen. Werden im Spritztank nun zwei solche Emulsionen oder Lösungen zusammengemischt, ergibt dies eine Verdoppelung des üblichen Netzmittelzusatzes. Es entsteht ein erhöhtes Phytotox-Risiko auf der Kulturpflanze. Zusätze und Mischungen sollten also nur bei ausdrücklicher Empfehlung durch die Herstellerfirmen angewendet werden. Um die Stabilität der angemachten Spritzbrühe zu gewährleisten, ist stark magnesium- oder kalkhaltiges Wasser zu meiden.

    Werden mehrere Produkte zusammengemischt, spricht man von Tankmischungen. Nicht alle Produkte vertragen sich. Unerwünschte Reaktionen sind im Tank und auf der Pflanze möglich. Düsen und Schläuche können verstopfen. Die Stabilität der Spritzbrühe hängt von Wassertemperatur, Kalk-, Magnesium- und Nitratgehalt des Brühewassers ab. Sie kann extrem kurz sein, teilweise nur einige Stunden! Deshalb sind Spritzbrühen immer sofort zu verspritzen. Für Tankmischungen sollte folgende Reihenfolge eingehalten werden:

    1. Spritzpulver, Granulate (vorher anrühren) oder Suspensionskonzentrate (SC) in halbvollen Tank.
    2. Flüssige, wässerige Lösungen (WL) in dreiviertelvollen Tank.
    3. Emulsionen (EC) dann auffüllen.

    Will man Flüssigdünger zusetzen, sind diese zuerst in den Tank zu geben. Harnstoff, Mangan- und Magnesiumsulfate als Zusätze können problematisch sein: Ausflockungen oder Verbrennungsgefahr!

    Viele tierische Schädlinge erreichen ihr geschlechtsreifes Alter durch eine teilweise oder sogar eine vollständige Metamorphose. Das heisst, sie schlüpfen aus Eiern, leben einige Zeit als Larven, verpuppen sich dann und schlüpfen aus der Puppenhülle als geschlechtsreifes Tier. Viele Schad-Insekten durchleben also bis zu vier völlig unterschiedliche Entwicklungsstadien. Kaum ein Pflanzenschutzmittel erfasst mehrere oder sogar alle diese Entwicklungsstufen. Deshalb sind oft mehrere Behandlungen notwendig, um einen Schädling wirksam zu dezimieren. Insektizide werden meist erst bei einem sichtbaren Befall eingesetzt. Eine regelmässige Kontrolle der Kulturen ist deshalb wichtig.

    Die meisten Fungizide sind im präventiven Einsatz effektiver. Sie haben je nach Wirkstoff eine vorbeugende Wirkung von einer bis seltener drei Wochen. Bei einem sichtbaren Befall sind meist ebenfalls mehrere Behandlungen notwendig, um eine Infektion zu kurieren.

     

     

    Resistenzenmanagement

    Die Führung eines guten Resistenzenmanagements gewinnt zunehmend an Bedeutung, da laufend Minderwirkungen von Fungiziden, Herbiziden und Insektiziden auftreten. Maag Profi bietet in diesen Fällen aktuelle und optimale Lösungen, welche der Gefahr von Resistenzen entgegenwirken.

    Seit einigen Jahren treten immer wieder Minderwirkungen von Fungiziden und Insektiziden aber auch Herbiziden (Landwirtschaft) auf. Betroffen sind Produkte aller Anbieter sowie Wirkstoffe, die nur mit einem Wirkmechanismus auf den Schaderreger einwirken. Dies ist nachvollziehbar, wenn Wirkstoffe in erkrankten Kulturen oft mehr als zwei- bis dreimal nacheinander angewendet werden. Dadurch können Schaderreger selektiert werden, die eine erhöhte Widerstandsfähigkeit oder gar Resistenz gegen den Wirkmechanismus eines Produkts entwickelt haben. Maag Profi bietet eine Vielzahl von Fungiziden und Insektiziden an, die es ermöglichen, Schaderreger mit verschiedenen Wirkstoffen und damit Wirkmechanismen zu bekämpfen.

    Maag Profi empfiehlt für den Erhalt der Leistungsfähigkeit von Wirkstoffen einen konsequenten Wechsel der Wirkmechanismen innerhalb der Kultur und Kulturfolge. Die Wirkmechanismen sind anhand eines internationalen Zahlen- und Buchstaben-Codes einfach zu unterscheiden. Festgelegt wurden die Codes von FRAC (Fungizid Resistenz Aktions Komitee), IRAC (Insektizid Resistenz Aktions Komitee) und der HRAC (Herbizid Resistenz Aktions Komitee). Die Codes sind in den Fungizid-, Insektizid- und Herbizid-Tabellen in der Spalte Wirkstoff-Gruppe jeweils angegeben. Die unterschiedlichen Zahlen und/oder Buchstaben stehen dabei für unterschiedliche Wirkmechanismen.

    Der gezielte Wechsel von Wirkmechanismen in einer Kultur und Kulturfolge ist relativ einfach umzusetzen. Die in den Tabellen für die Kulturen aufgeführten Fungizide und Insektizide werden anhand der angegebenen Zahlen- und Buchstaben-Codes alternierend eingesetzt.

    • Bei der Produktwahl den Wirkmechanismus beachten (siehe auch Maag Profi Ratgeber Gartenbau)
    • Konsequenter Wechsel von Wirkmechanismen in der Kultur und Kulturfolge
    • Kein mehrmaliger Einsatz eines Wirkmechanismus in einem Kulturjahr
    • Schaderregerbekämpfung nur mit den leistungsfähigsten Produkten durchführen
    • Keine Reduktion der Aufwandmengen
    • Produkteinsatz zum optimalen Zeitpunkt und bei optimalen Bedingungen
    • Richtige Applikationstechnikverfahren wählen

    Gerne hilft Ihnen Ihr regionaler Verkaufsberater bei der Erstellung eines geeigneten Spritzplans für Ihre Kultur. 

     

     

    Wachstumsregulatoren und Grunddüngung

    Wachstumsregulatoren beeinflussen das Wachstum Ihrer Kulturen, angepasst an Jahreszeiten und Bedürfnisse. Die optimale Grunddüngung mit Langzeitwirkung ermöglicht kontinuierliche Erfolge. 

    Spritzungen mit feiner Düse ausführen. Pflanzen gleichmässig und allseitig betauen. Wachstumsregulatoren sollen langsam antrocknen. Blätter nicht vor Ablauf von 12 Stunden überbrausen. Vielfältige Faktoren wie Pflanzenart, Düngung, Witterungsverhältnisse und Kulturführung können selbst bei sorgfältigster Arbeit in ihrer Auswirkung nicht immer im Voraus erfasst werden. Das damit verbundene Risiko übernimmt der Verbraucher. Wir lehnen daher jede Haftung für allfällige Schäden an Kulturen oder ungenügende Wirkung ab.

    Unter Splitbehandlung versteht man die wiederholte Anwendung von Wachstumsreglern im Spritzverfahren mit reduzierter Konzentration, meist mit der halben Normaldosierung. Mit den Splitbehandlungen kann man schon sehr früh beginnen, d. h. die totale Durchwurzelung muss nicht mehr abgewartet werden. Damit erreicht man einen kompakten, standfesten und verzweigten Aufbau von Anfang an.

    Zwei Splitbehandlungen (im üblichen Zeitabstand) mit je der Hälfte der Normalkonzentration sind meist effektiver als eine Behandlung mit der vollen Dosierung. Befinden sich die Pflanzen jedoch im vollen Wachstum, so ist die im Maag Profi Ratgeber Gartenbau aufgeführte Konzentration anzuwenden.

    Nur Zierpflanzen behandeln. Nicht überdosieren. Nicht mit anderen Produkten mischen.

    Wegen der Fülle der Arten und Sorten sowie unterschiedlicher Bedingungen empfiehlt es sich, die unteren Dosierungen zu verwenden und die Behandlung – falls notwendig – zu wiederholen.

    Praktische Auswirkungen:
    Internodien bleiben kurz durch

    • kompaktes Zellwachstum
    • kräftigere Blattfarbe, festere Blätter
    • sicheren, reichlichen Blütenansatz und intensivere Blütenfarbe

    Wirkstoffaufnahme über die Blätter, nur Spritzbehandlungen.

    Praktische Auswirkungen:
    Bonzi® bewirkt eine verbesserte Standfestigkeit der Pflanzen. Der Wirkstoff wird durch Blätter und Wurzeln aufgenommen. Die Wirkungsdauer ist länger als bei anderen Wachstumsreglern.

    Die in den Tabellen angegebenen Anwendungskonzentrationen sind Richtwerte. Es ist unerlässlich, im eigenen Betrieb die Anzahl Behandlungen und die optimale Höhe der Dosierung zu erproben. In vielen Fällen mag eine Behandlung genügen; in anderen Fällen sind Folgebehandlungen notwendig. Im Vergleich zu anderen Wachstumsreglern sind mit Bonzi® weniger Behandlungen notwendig.

    Die zu verwendende Brühemenge jeweils der vorhandenen Blattmasse anpassen.

    Praktische Auswirkungen:
    Eine Tablette enthält 0,9 g Gibberellinsäure A3. Diese hat die gleichen Auswirkungen auf Gewächse wie natürliche Wuchsstoffe.

    Berelex® fördert die Zellstreckung und das Längenwachstum bei verschiedenen Pflanzen. Bei gewissen Laubgehölzen (Azaleen, Flieder, Hortensien usw.) bricht es die Winterruhe und fördert eine schnellere und gleichmässigere Blüte.

    Eine fachgerechte Düngung ist unentbehrlich für schöne und kräftige Ergebnisse. Die genauen Anwendungen pro Kultur entnehmen Sie der untenstehenden Dokumentation.

     

     

    Empfehlungen

    Die nachfolgenden Dokumente sind praktische Hilfsmittel für den täglichen Einsatz von Pflanzenschutz- und Pflanzenpflege-Produkten.

    Kulturen

    Pflanzenschutz

     

     

    Spritzpläne

    Die nachfolgenden Dokumente (PDF) sind praktische Hilfsmittel für die Anwendung von Pflanzenschutz- und Pflanzenpflege-Produkten.